Der Rhönradweg

180 Kilometer von Bad Salzungen nach Hammelburg

Auf dem Rhön-Radweg fahren Sie mitten durch das Biosphärenreservat Rhön und erleben dabei die Vielgestaltigkeit dieses einmaligen Gebirges. Von seinen 180 Kilometern verlaufen mehr als 160 Kilometer in den Flusstälern von Werra, Ulster, Brend und Fränkischer Saale. Die Ausnahme ist die Überquerung der „Langen Rhön“. Sie erfolgt mit einer Steigung, bei der auf knapp sechs  Kilometern 250 Höhenmeter zu überwinden sind.

Länge: Bad Salzungen – Hammelburg 180 km

Startort: Bad Salzungen

Charakteristik: Mehrtages-Radwandertour auf gut befahrbaren und verkehrsarmen Wegen mit einer Überquerung der Hohen Rhön

Anfahrt:

  • Mit dem Auto A 71 Abfahrt Meiningen, dann B 19 bis Bad Salzungen; A 4 bis Eisenach, dann B 19 nach Bad Salzungen;
  • mit der Bahn Linie Eisenach – Bad Salzungen oder bei umgekehrter Befahrung bis Gemünden am Main, dann mit der Regionalbahn nach Hammelburg (Fahrradmitnahme möglich) Anfangs- und  Endpunkt der Tour sind direkt per Bahn miteinander verbunden.

Erlebniswert: Sehr hoch; grandioses Natur-und Landschaftserlebnis in der Langen Rhön

Sehenswert: Bad Salzungen, Vacha, Grenzmuseum Point Alpha (Abstecher ab Geisa), Tann, Schwarzes Moor in der Langen Rhön, Bad Neustadt, Bad Kissingen, Hammelburg

Wegweisung: Die Route ist den weiß-grünen Wegweisern mit Ziel – und Entfernungsangaben beschildert (siehe Intro).

Vom Main zur Rhön

263 km mit Fahrrad und Gepäck durch Rhönfranken  

Die Rhön gehört zu den schönsten Landschaften Deutschlands. Und durch diese Landschaft führt Sie auf überwiegend steigungsarmen Flusstal-Radwegen der Radfernweg "Vom Main zur Rhön". Er verbindet viele sehenswürdige alte Ortschaften - mit Museen, Burgen, Wasserschlössern, Kirchen und viel fränkischem Fachwerk - und fünf Kurbäder miteinander.

Die 263 km lange Route "Vom Main zur Rhön" wurde 2007 hinsichtlich Fahrbahnoberfläche und -breite, Routenführung, Wegweisung, Kfz.-Verkehrsbelastung, Touristische Infrastruktur und Anbindung an Öffentliche Verkehrsmittel einzig aus Sicht der Radwanderer untersucht. Das positive Ergebnis: Der Radfernweg "Vom Main zur Rhön" wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) als Qualitätsfahrradroute mit dem Gütesiegel  **** Sterne  ausgezeichnet.

Für die Tour auf der Radroute gibt es einen Fahrradtourenführer: 

Jochen Heinke „Mit Fahrrad und Gepäck vom Main zur Rhön“ Parzellers Buchverlag Fulda ISBN  978-3-7900-0393-2; Fritsch Radwanderkarte Naturpark und Biosphärenreservat Rhön ISBN3-86116-568-6.  

Der Radfernweg Rhön-Sinntal (ca. 110 km)

beginnt in Mellrichstadt und und ist ab dort bis Gemünden identisch mit der Route "Vom Main zur Rhön". Es geht über Fladungen am Osthang der Hochrhön entlang durch die alten Bauerndörfer Hausen, Stetten, Urspringen, Oberelsbach, Sondernau und Weisbach nach Bischofsheim.

Von dort fährt man durch den Bischofsheimer Ortsteil Oberweißenbrunn ins Sinntal und  folgt dann dem Sinntal-Radweg über Wildflecken, Oberbach und Riedenberg nach Bad Brückenau. Weiter geht es dann der Mündung der Sinn entgegen, die bei Gemünden in die Fränkische Saale mündet. (Mellrichstadt - 18 - Fladungen - 27 - Bischofsheim - 24 - Bad Brückenau - 41 - Gemünden).

Der Radfernweg Main-Werra

Von der Industriestadt Schweinfurt durch das Hennebergische zur Theaterstadt Meiningen

Der Radfernweg Main-Werra beginnt in Würzburg am Hauptbahnhof und führt mit Ziel Schweinfurt vorbei am Gramschatzer Wald in das Werntal und dort zunächst weiter nach Schweinfurt (ca. 50 km). Dort ist er ab dem Mainradweg und dem Hauptbahnhof mit Ziel- und Entfernungswegweisern in Richtung Bad Neustadt ausgeschildert. Er führt zunächst durch das obere Werntal, überquert danach einen kleinen Höhenzug um dann an der barocken Thalkapelle vorbei zum uralten hennebergischen Münnerstadt zu laufen. Man wird dort sofort vom markanten Oberen Tor begrüßt, während die Radroute die Stadt durch das nicht minder sehenswerte Jörgentor erreicht. Entlang der Lauer fährt man nun zur Fränkischen Saale und danach durch den Kurpark von Bad Neustadt (Abstecher zum historischen Marktplatz und zur Altstadt  500 m).

Noch einige Kilometer begleitet die Fränkische Saale die Route, dann fährt man im Tal der Streu bis nach Mellrichstadt, das auch zu den ältesten Städten in der Region zählt. Hier stößt der Radfernweg Meiningen-Haßfurt hinzu und beide führen sie nun über Eußenhausen durch das Ellenbacher Tal nach Herrmansfeld, vorbei am Jagdschloss Fasanerie (Einkehr) und Sülzfeld zur Werrra, an der entlang es nach Meiningen geht. Die Theaterstadt Meiningen hält für ihre Gäste zahlreiche kulturelle Angebote bereit: Ausstellungen, Konzerte und nicht zuletzt die Aufführungen des Meiniger Theaters.

Länge: ab Schweinfurt ca. 85 km
Charakteristik: leichte Mehrtages-Radwandertour auf gut befahrbaren überwiegend asphaltierten und verkehrsarmen Wegen mit nur geringen Steigungen
Anfahrt: Mit dem Auto auf der A 3 bis zum Biebelrieder Dreieck, dann A 7 bis Schweinfurt/Werneck; oder auf der A 71 bis Dreieck Werntal; mit der Bahn von Bamberg oder Würzburg bis Hauptbahnhof Schweinfurt. Ab dort mit Ziel Bad Neustadt ausgeschildert
Erlebniswert: mittel
Sehenswert: Museen in Schweinfurt; Historische Stadtkerne von Münnerstadt, Bad Neustadt, Mellrichstadt und Meiningen
Wegweisung:  Die Route ist mit weiß-grünen Wegweisern beschildert (siehe Intro)

Der Radfernweg Meiningen Haßfurt (MH)

Von Meiningen an der Werra durch das Grabfeld und die Haßberge an den Main

Diese Route ist die östlichste in der Region, die die Werra mit dem Main verbindet. Sie führt von der Werra zunächst über die ehemalige DDR-Grenze, die hier eine besonders verwinkelten Verlauf hatte. Ab Mellrichstadt geht es durch die Landschaft des Grabfeldes. Der Name geht auf einen frühfränkischen Gau zurück, das Wort stammt aber vermutlich bereits aus dem keltischen und bedeutet soviel wie Buchenland.

Von der alten würzburgischen Garnisonsstadt Bad Königshofen mit ihren Schanzen ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Sehenswert ist jedoch das Rathaus und Entspannung können Sie in den Frankenthermen mit dem Heilwassersee finden.  Relikte aus der Keltenzeit findet man im Museum Schranne, das mit dem Grenzmuseum auch eine Abteilung aus jüngster Geschichte beherbergt.

Nach einem Anstieg mit etwa 150 m Höhendifferenz erreicht man den Kamm der Haßberge und mit ihm den historischen Rennweg, auf dem man eine Teilstrecke zurücklegt.  Hier lässt sich Geschichte mit dem Fahrrad erfahren, denn wie auch der Rennsteig im Thüringer Wald war der Rennweg früher ein „geheimer“ Heerweg. 

Durch die sehenswerte Stadt Hofheim mit ihren Tortürmen geht die Route nun auf der ehemaligen Bahnstrecke, dem „Hofheimerle“, zur alten Sachsen-Coburgischen Exclave Königsberg in Bayern. Mit seinen Fachwerkgebäuden und dem alten Straßenpflaster, den Märkten und der oberhalb gelegenen Burg ist Königsberg besonders sehenswert. Mit Haßfurt und seiner gut erhaltenen Innenstadt wird kurz danach der Mainradweg erreicht. 
Länge: ca. 96 km
Startort: Meiningen
Charakteristik: Zweitagestour auf gut Feld- und Forstwegen sowie auf Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen; 2 Anstiege  (ca. 150 m Höhendifferenz) müssen überwunden werden.
Anschlusstouren: Auf dem Mainradweg nach Bamberg oder Schweinfurt; Auf dem Wernradweg ab Schweinfurt nach Gemünden am Main
Anfahrt: Mit dem Auto A 71 Abfahrt Meiningen; mit der Bahn von Schweinfurt, Erfurt und Eisenach nach Meiningen
Erlebniswert: mittel
Sehenswert: Meiningen, Mellrichstadt, Bad Königshofen, Hofheim, Königsberg i. B., Haßfurt am Main
Wegweisung:  Die Route ist mit weiß-grünen Wegweisern beschildert (siehe Intro)

Auf dem Hochrhönradweg durch die Rhön

Grandioses Landschaftserlebnis auf dem Weg durch das  „Land der offenen Fernen“

Diese Tour ist keine klassische Radwandertour, denn man muss eine Menge an Kondition mitbringen. Dafür wird man allerdings mit grandiosen An- und Ausblicken verwöhnt. Sie beginnt in Fulda am Ostausgang des Hauptbahnhofs. Ab dort sollte sie eigentlich durch das weiß-grüne Routenlogo an den Pfeilwegweisern gut markiert sein. Falls nicht, muss sich bis nach Künzell durchfragen. Dort trift man im Park auf die Fahrradroute. Von Künzell geht es der Hochrhön entgegen. Mehrere kleinere Dörfer werden durchquert, bis bei Friesenhausen die erste längere Steigung zur Mooshecke hinauf ansteht.

Auf der kleinen Hochfläche angelangt, sollte man einen Blick zurück auf das Fuldaer Land werfen. Nach Überquerung der Bundesstraße geht es weiter hinauf zum Wanderheim Maulkuppe, wo man sich an dem tollen Panorama nicht satt sehen kann. Im weiteren Verlauf bis zum Grabenhöfchen hat man immer wieder überraschende Fernblicke in alle Richtungen, besonders auf die Milseburg.

Vom Grabenhöfchen geht es auf einer alten Straße hinunter in das Tal, bevor bei Batten der steilste Anstieg der Tour hinauf zur Hochrhön wieder die gesamte Kondition erfordert. Durch den höchstgelegenen Rhönort Frankenheim und danach über die ehemalige deutsch-deutsche Grenze (Grenzinformationsstelle) führt die Route zum Schwarzen Moor. Man fährt danach weiter auf der Hochrhön-Panoramastraße zur Thüringer Hütte, einer mittelalterlichen Station an der damaligen Würzburgischen Landwehr.

Nun geht es hinunter in den fränkischen Teil der Rhön, wo man sich im Infozentrum “Haus der Langen Rhön“ über das Biosphärenreservat Rhön informieren kann. Der letzte Abschnitt führt durch das romantische Elstal nach Bad Neustadt an der Fränkischen Saale. Dort endet die Route am Radler-Infopunkt Parkplatz Schillerhain.    

Länge: 81 km

Startort:  Fulda 

Charakteristik: konditionell fordernde Tour für Trekking- oder Mountainbikes mit vielen oft überraschenden Fernblicken; überwiegend asphaltierte Wege.

Anschlusstouren: Für die Rückfahrt nach Fulda (ca. 62 km) bietet sich der Radfernweg R 1 an; zwischen Gersfeld und Fulda fährt die Rhönbahn; auf dem Radwanderweg Fränkische Saale nach Gemünden am Main oder über Bad Königshofen und durch das Baunachtal nach Bamberg; auf dem Rfw. Main-Werra ins Werratal bei Meiningen

Anfahrt: Mit dem Auto A 7 Abfahrt Fulda Mitte; mit der Bahn zum Hbf. Fulda

Erlebniswert: hoch (Großes  Natur- und Landschaftserlebnis)

Sehenswert: Fulda, NSG Lange Rhön mit dem Schwarzen Moor; Grenzinformationsstelle, Haus der Langen Rhön in Oberelsbach, Bad Neustadt

Wegweisung:  Die Route ist mit weiß-grünen Wegweisern beschildert (siehe Intro)

Die Panoramaroute durch die Lange Rhön

Diese an Wochentagen kaum frequentierte Route ist Radlern empfohlen, denen  es nichts ausmacht, ein paar hundert Höhenmeter am Stück zurückzulegen oder eine halbe Stunde im wahrsten Sinne des Wortes "mit dem Rad zu wandern".

Auf einem Radwanderweg geht es in Fladungen los: Man fährt zum Schwarzen Moor und danach auf der Hochrhönstraße nach Bischofsheim oder auf einem der 5 Nebensträßchen hinunter in die Radl-Rhön (auch umgekehrt,).

Alternativ auch von Hausen, Urspringen, Oberelsbach und Weisbach/Ginolfs

Zurück geht es auf dem Radfernweg Rhön-Sinntal bzw. den Radwanderwege durch das Brendtal, das Elstal oder das Streutal.