Radwandern entlang der Fränkischen Saale und ihrer Nebenflüsse

Der Radwanderweg Fränkische Saale (ca. 123 km)

führt von der Mündung des Flusses in den Main bei Gemünden (173 m) bis zur Quelle bei Alsleben (320 m).  Die Wege sind überwiegend asphaltiert, verlaufen stets im Tal und in unmittelbarer  Nähe zum Fluss (Beschreibung siehe auch "Vom Main zur Rhön")

Länge: 123 Km

Startort:  Gemünden am Main

Ende: Saalequelle bei Alsleben

Charakteristik: Sehr leichte Mehrtages-Radwandertour ( 2-3 Tage) auf meist sehr gut befahrbaren Wegen mit nur geringen Steigungen.

Anfahrt: Mit dem Auto  A 7 Abfahrt Hammelburg, dann auf der B 287/B27 über Hammelburg nach Gemünden; mit der Bahn: Ab Würzburg oder Frankfurt nach Gemünden am Main.

Anschlusstouren: Ab Bad Königshofen auf dem Radfernweg Meiningen-Haßfurt nach Haßfurt am Main (ca. 40 Km) oder Meiningen (ca. 50 km); Durch das Baunachtal nach Bamberg (ca. 70 km);

Erlebniswert: hoch (Großes  Natur- und Landschaftserlebnis);

Sehenswert: Gemünden am Main; Hammelburg mit Schloss Saaleck und seiner Altstadt;  Abstecher in die Weinberge von Ramsthal und Wirmsthal; Kurpark Bad Kissingen;  Museen im Schloss Aschach; Bad Neustadt und die Salzburg; Bad Königshofen: Vorgeschichtsmuseum du Grenzmuseum in der Schranne, Heilwassersee

Wegweisung:  Die Route ist mit weiß-grünen Wegweisern beschildert, (siehe Intro). Zusätzlich enthalten die Wegweiser das blaue Quadrat mit der Inschrift „Saale“. 

Der Radwanderweg durch das Milztal (ca. 19 km)

Es ist die einzige Flusstal-Radwanderroute, die zu 100 % durch das Grabfeld führt. Der Radwanderweg führt mit einer Länge von 19 km von Saal an der Fränkischen Saale nach Römhild, einer alten Thüringischen Residenzstadt mit einer beeindruckenden Kirche und einem Schloss, in dem sich ein Museum zu unterschiedlichenThemen befindet. Das Highlight ist die permanente Keramikausstellung mit Werken internationaler Künstler, die bei mehreren Keramik-Symposien in Römhild geschaffen wurden.

Eine Besonderheit, die man auf der Tour mehrfach vor Augen hat, sind die beiden ungleichen Gleichberge. Auf  dem kleineren befand sich in den letzen Jahrhunderten vor der Zeitenwende eine bedeutende keltische Stadt, die Steinsburg. Die Radtour nach Römhild lässt sich am Bahnhof in Bad Neustadt beginnen. Von dort bis zum  Beginn des Milztal-Radwanderweges sind es 16 km. Die Route ist überwiegend asphaltiert und verläuft mit Ausnahme einer verkehrsarmen Strecke von rund 5 km auf einer Kreisstraße nur auf autofreien Wegen.

Der Streutal-Radwanderweg( ca. 35 km) 

führt von Bad Neustadt (237 m) nach Fladungen (415 m) durch die schönsten Dörfer und Städtchen des Gebietes östlich der Rhön. Auf der Route liegt mit Mellrichstadt eine der ältesten Städte der Region und mit Ostheim ein ehemaliges thüringisches Amtsstädtchen mit einer großen Kirchenburg. Am Ziel, in Fladungen, kann man das Fränkische Freilandmuseum und das Rhönmuseum besichtigen. Und an den Wochenenden lässt sich die Fahrradtour unterbrechen und man kann per historischem Dampfzug von Fladungen zurück bis nach Mellrichstadt fahren und von dort ggf. mit der Bahn nach Bad Neustadt zurück.

Der Streutal-Radweg ist zu ca. 95 % asphaltiert und weist auf seiner gesamten Länge nur eine Höhendifferenz von 180 m auf. Er ist bestens für eine Familientour geeignet. 

Der Elstal-Radwanderweg (ca. 28 km, bis zur Hochrhön ca. 38 km)

führt Unsleben im Streutal (250 m) über Kloster Wechterswinkel (Kulturscheune), Bastheim, Simonshof und Unterelsbach nach Oberelsbach (397 m) . Leute, denen eine lange Steigung  nichts ausmacht, können auch auf der wenig befahrenen Straße durch die Bergwaldschlucht der Els bis zum Parkplatz Schornhecke (830 m)in der Hohen Rhön weiter fahren. Wer es bis dorthin schafft, kann auf einem asphaltierten Sträßchen sogar bis zum Gipfel des Heidelstein (926 m), einem der höchsten Rhönberge, hinauf fahren.

In Oberelsbach, am Osthang der Hochrhön, befindet sich das Info-Zentrum "Haus der Langen Rhön." Hier kann man sich umfassend über das Biosphärenreservat Rhön informieren.

Der Elstalradweg ist fast ausschließlich asphaltiert und verläuft ohne große Steigungsprozente fast immer in Flussnähe.Zwischen Unsleben und Oberelsbach ist er gut  geeignet für eine Familientour.

Der Brendtal-Radweg (ca. 19 km) 

verläuft zwischen Bad Neustadt (235 m) und Bischofsheim (437 m) fast immer neben dem Flüsschen Brend auf der ehemaligen, heute asphaltierten Bahntrasse.  Orte am Radwanderweg: Bad Neustadt, Kollertshof, Schönau, Wegfurt, Unterweißenbrunn und Bischofsheim. Ein reizvoller Abstecher: Von Kollertshof oder Schönau nach Burgwallbach ins Liesbachtal zum dortigen Badesee.   Er ist bei Inlinedscatern und Radlern gleichermaßén beliebt und deswegen besonders an Wochenenden immer gut frequentiert.

Der Lauertal-Radwanderweg  (ca. 40 km)

zweigt an der Mündung des Flüsschens Lauer in die Fränkische Saale bei Niederlauer vom Radwanderweg Fränkische Saale ab und führt durch das sehenswerte mittelalterliche Städtchen Münnerstadt bis zur Quelle in Oberlauringen in den Haßbergen.Von dort kann man weiterfahren in die Richtungen: Bad Königshofen, Hofheim; Haßfurt und Schweinfurt. Die Route ist überwiegend asphaltiert und verläuft weitgehend autofrei. 

Der Radwanderweg durch das Thulbatal (ca. 28 km)

2 km südlich von Hammelburg (190 m)zweigt bei der Mündung der Thulba in die Fränkische Saale der Thulbatal-Radweg vom Radwanderweg Fränkische Saale ab. Bis zu seiner Quelle bei Geroda (458 m) in den Schwarzen Bergen in der Südrhön sind es 28 km, die überwiegend in gleichmäßigen Steigungen je zur Hälfte auf Asphalt und Schotter  verlaufen. Am Ende in Geroda kann die Tour nach Bad Brückenau fortgesetzt (ca. 15 km ) oder mit dem Radwanderweg durch das Schondratal verknüpft werden.

Der Radwanderweg durch das Schondratal (38 km)

Der südwestlichste Nebenfluss der Fränkischen Saale ist die Schondra, die zugleich Trennungslinie zwischen rhön und Spessart ist. Sie zweigt in Gräfendorf (170 m) vom Radwanderweg Fränkische Saale ab und verläuft dann durch ein einsames Tal. Auf der gesamen Länge tangiert die Radroute neben ein paar Mühlen und Weilern nur die Orte Heiligkreuz, Schönderling, Schondra und Geroda (458 m). In Geroda trifft die Radroute auf den Thulbatal-Radweg, auf dem man zurück zur Fränkischen Saale fahren kann.  In Schönderling und Schondra kann man die Tour auch nach Bad Brückenau fortsetzen.