Auf dem Werraradweg und seinen Nebenflüssen

Der Werratal-Radweg im Bereich der Rhön (ca. 63 km)

Der Werratal-Radweg beginnt am Rennsteig, unweit der beiden Werraquellen und endet am Zusammenfluss mit der Fulda, wo Fulda und Werra  ihre Namen „büßen müssen“, wie das Sprichwort sagt. Das Gebiet der Rhön durchquert er zwischen Obermaßfeld in der Nähe von Meiningen und Philippsthal, wo der Ulstertalradweg abzweigt. Man beginnt seine Tour zweckmäßigerweise in der Theaterstadt Meiningen, die für Ihre Gäste zahlreiche kulturelle Angebote bereit hält: Ausstellungen, Konzerte und nicht zuletzt die Aufführungen des Meiniger Theaters.

An Schloss Landsberg und Walldorf mit seiner Kirchenburg geht es vorbei, bevor man Wasungen mit seinem historischen Ortskern, dem Schloss und der Burg erreicht. Viele Bürger- und Adelshäuser wurden dort in Fachwerkbauweise errichtet und prägen das Gesicht des Ortes.

Ab Wernshausen bietet sich ein Abstecher (ca. 12 km hin und zurück) auf dem Mummelstein-Radweg zum geschichtsträchtigen Schmalkalden an. Oder auch gleich weiter bis zu seinem Endpunkt, dem Skiort Brotterode am Rennsteig. Die mehr als 1100 Jahr alte Stadt Schmalkalden besitzt einen gut restaurierten denkmalgeschützten Stadtkern.

Schon von weitem sieht man nun den prägnanten Turm der romanischen Basilika von Breitungen. Die reizvolle Umgebung mit den Breitunger Seen ist ein Highlight für Naturliebhaber.

Auch das mehr als 1200 Jahre alte Bad Salzungen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Kurtradition begann zu Beginn des 19.Jahrhunderts. Sole-Heilquellen von 1% bis 27 % bieten beste Gewähr für einen gesunden Aufenthalt. In Merkers und Dorndorf gelangt man in das Reich des Kalibergbaus. Im Erlebnisbergwerk Merkers-Kieselbachkann man sich einen nachhaltigen Eindruck vom einstigen Bergbau verschafffen. Bei  Dorndorf mündet die Felda in die Werra.

Vacha, Thüringens älteste Stadtsiedlung, liegt an der uralten Straße aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Mitteldeutschland. Kurz darauf,  bei Philippsthal, zweigt der Ulstertalradweg vom Werratalradweg ab.

Länge: Meiningen - Philippsthal ca. 63 km

Startort: Meiningen

Charakteristik: Tagestour auf gut Feld- und Forstwegen sowie auf Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen

Anfahrt: Mit dem Auto A 71 Abfahrt Meiningen; mit der Bahn von Schweinfurt, Erfurt und Eisenach nach Meiningen (Fahrradmitnahme möglich) Anfangs- und  Endpunkt der Tour sind direkt per Bahn miteinander verbunden.

Erlebniswert: hoch

Sehenswert: Meiningen, Walldorf, Wasungen, Schmalkalden, Breitungen, Bad Salzungen, Merkers-Kieselbach, Dorndorf   Vacha, Phillipsthal 

Wegweisung:  Die Route ist mit den weißgrünen Wegweisern (siehe Intro) und dem Logo des Werratalradweges ausgeschildert.

Der Feldatal-Radweg (ca. 51 km) 

Vom Kalibergbau an der Werra in das Biosphärenreservat Rhön

Der Feldatalradweg zweigt in Dorndorf (Bhf, 224 m) von Werraradweg ab. Im Tal des kleinen Flüsschens Felda verläuft er mit geringen Steigungen auf Feld- und Waldwegen, abschnittsweise auch auf der ehemaligen Bahntrasse. Er führt die Radler bis an die Hohe Rhön bei Kaltensundheim (457 m) (Einkehr Gasthof zur Guten Quelle). Dort wechselt die Route  kurz nachb Gerthausen in das Tal der Herpf und führt dann nach Weimarschmieden, dem nördlichst gelegenen Ort Bayerns, nach Fladungen zum dortigen Infopunkt. 

Länge: 51  km

Startort:  Dorndorf (Bhf), Mellrichstadt (Bhf) oder Fladungen 

Charakteristik: anfangs leichte, ab Kaltensundheim auf gut 5 km mittelschwere Tour

Anschlusstouren: Auf dem Streutal-Radweg nach Mellrichstadt (Bhf) oder Bad Neustadt (Bhf) fahren oder auf dem Radfernweg  Rhön-Sinntal in Richtung Bischofsheim/Bad Brückenau/Gemünden am Main.

Anfahrt: Mit dem Auto von Süden A 4  Abfahrt Friedewald, danach B 82 bis Vacha und B 84 bis Dorndorf; von Norden A 4 Abfahrt Eisenach, danach B 84 bis Dorndorf; mit der Bahn Linie Eisenach – Meiningen - Mellrichstadt - Schweinfurt

Erlebniswert: hoch

Sehenswert: Besucherbergwerk Merkers, Ibengarten bei Dermbach, Dermbach, Kaltennordheim, Museen in Fladungen;   Wegweisung:  Die Route ist bis ihrem Piktgramm und mit weiß-grünen Pfeilwegweisern mit Ziel- und Entfernungsangaben markiert (siehe Intro).

Der Ulstertal-Radweg (ca. 48 km)

zweigt bei Philippsthal (227 m) vom Werratalradweg ab. Nachdem er das ehemalige Kali-Abbaugebiet passiert hat, verläuft er überwiegend auf einer alten Bahntrasse. Bei Wenigentaft zweigt der Radwanderweg durch das Hessische Kegelspiel (Kegelspiel-Radweg) ab, der auf der ehemaligen Bahntrasse nach Hünfeld bei Fulda führt. Über ihn kann man auch das ca. 10 km entfernt gelegene Museum Point Alpha erreichen, das einer der kritischsten Plätze während des Kalten Krieges war. Über das alte Städtchen Geisa geht es zur Hessischen Landesgrenze, wo die sehenswerten Orte Tann(Freilandmuseum, Schloss), Hilders und Ehrenberg am Wege liegen. Noch vor Hilders zweigt der Milseburg-Radweg ab, der auf der ehemaligen Bahntrasse nach Fulda führt.Highlight: Der 1,2 km lange Milseburgtunnel.

Jenseits des Ehrenberger Ortsteils Wüsensachsen (573 m) führt die Route nun entlang der Ulster zu ihrer Quelle (822 m) im Naturschutzgebiet Lange Rhöln untgerhalb des Heidelstzeins (926 m). Wer dem Hess. Radfernweg R 1 a weiter folgt, gelangt zum Haus am Roten Moor (Einkehr) und danch zum Roten Moor.

Länge:  48 km

Startort: Phlillipsthal amn der Werra

Charakteristik: anfangs leichte, ab Hilders kurze teils kräftige Steigungen, ab Wüsensachsen lang anhaltende Steigung um 5 %

Anschlusstouren: Auf dem Rhön-Radweg über Oberelsbach nach Bad Neustadt, auf dem R1 a  zum RT 1 nach 'Gersfeld  im Fuldatal

Anfahrt: Mit dem Auto von Süden A 4  Abfahrt Friedewald, danach B 82 bis Vacha; von Norden A 4 Abfahrt Eisenach, danach B 84 über Dorndorf nach Phillipsthal;

Erlebniswert: hoch

Sehenswert: Geisa, Point Alpha, Tann, NSG Lange Rhön