Die Wanderwelt

Wandergruppe auf den Wiesenwegen der Hochrhön

Die Rhön ist das klassische Wandergebiet. Wie auch in den meisten anderen Mittelgebirgen, wurde sie von einem Wanderverein, dem Rhönklub, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Wandern erschlossen. Anfangs liefen die Wanderrouten auf den Straßen, auf denen damals so gut wie kein Verkehr war. Auch viele der alten Saumpfade und Zugangswege zu den Heufeldern auf der Langen Rhön und dem Dammersfeld wurden zu Wanderwegen. So gründet das heutige Wanderwegenetz teilweise noch auf dem alten Verkehrsnetz der Rhön.

Weit mehr als 5000 km Wanderrouten

Mittlerweile umfasst das Wanderroutennetz des Rhönklubs mehr als 5000 km. Hinzu gesellten sich im Laufe der Zeit noch die örtlichen Rundwanderwege der Naturparks und in den letzten Jahren auch noch  die markierten Routen der „Nord Walking-Parks“. Das „Flaggschiff“ des Rhöner Wanderns ist der 180 km lange  „Hochrhöner“, der zwischen Bad Kissingen und Bad Langensalza durch die schönsten Landschaften der Rhön verläuft: Durch die Südrhön über den Kreuzberg, durch die Lange Rhön, das Hessische Kegelspiel und die Thüringische Vorderrhön zur Werra (www.rhoen.de).

Paradies für Weitwanderer

Für Weitwanderer interessant sind auch die traditionsreichen Fernwanderwege des Rhönklubs, die die Rhön aus allen Himmelsrichtungen  überqueren. Genannt sei hier besonders der Main Werra-Weg, der in Gemünden am Main beginnt und nach Vacha an der Werra führt. Vom Vogelsberg geht es durch die Rhön zur Fränkischen Saale und auf dem Rhön-Rennsteig-Wanderweg von Oberhof am Rennsteig zur Wasserkuppe. Reizvoll ist auch der „Lange Rhön-Rundweg“, ein „strammer Tagesmarsch“, der als solcher nicht markiert ist und deswegen nur als GPS-Track zur Verfügung steht.

Orientierung: Karten, Tourenbücher und viele, viele Infotmationstafeln

Vom Rhöner Wanderroutennetz gibt es mittlerweile Wanderkarten und Tourenbücher aus fast allen Kartenverlagen. Empfehlenswert ist die Fritsch-Wanderkarte, die regelmäßig, beinahe im Jahresrhythmus, nach den Angaben der Naturparks und Tourist-Infos aktualisiert wird. In vielen Orten gibt es meist Innerorts eine Tafel, aus der die jeweiligen Wanderrouten ersichtlich sind, die dann auch dort beginnen. An den Parkplätzen in der Südrhön im Kreuzberggebiet, auf der Wasserkuppe, der Milseburg am Roten Moor, in der Langen Rhön, am Schwarzen Moor am Ellenbogen und in der nördlichen Rhön sowie entlang des Hochrhöners gibt es ebenfalls zahlreiche Infotafeln.

Umfassende Information und Beratung

Im Kiosk am Schwarzen Moor gibt es neben den obligatorischen Bratwürsten auch einen Raum mit Informationsmaterial zu allen Themenbereichen der Rhön. Informieren kann  man sich auch an den Infomobilen an der Thüringer Hütte und am Parkplatz Schornhecke sowie  im Bruder Franz-Haus auf dem Kreuzberg.

Meditations- und Besinnungswege

Skulptur am Franziskusweg

Eine besondere Wanderung kann man am Kreuzberg auf dem 1361 Schritt langen historischen Kapellenkreuzweg machen und dies mit dem Besuch des Bruder-Franz-Hauses, dem ältesten Gebäude auf dem Kreuzberg verbinden. Im Zentrum des Hauses steht die Ausstellung „Franz von Assisi und Gottes Schöpfung“, deren Schwerpunkt die Vermittlung der Gedankenwelt des heiligen Franz und der Franziskanischen Gemeinschaft ist. Es stehen dort auch zwei Räume mit insgesamt vier Meditations- und Ruhezonen zur Verfügung – gestaltet nach dem Sonnengesang, dessen Elemente dabei helfen, neue Kraft und Energie zu schöpfen. 

Anschließend kann man sich nebenan im Kloster mit einem Schluck Klosterbier bei köstlichen regionaltypischen Speisen stärken, die überwiegend von regionalen Erzeugern stammen.

Ein besonderer Wanderweg ist auch der Franziskusweg: In der Nähe der Thüringer Hütte, am Rande der „Langen Rhön“, einer der schönsten Landschaften des Rhöngebirges, wurde mit dem Franziskusweg ein Meditations- und Wander-Rundweg eingerichtet. Er ist ca. 5 km lang und umfasst 10 Stationen mit Kunstobjekten und 7 „Lesestationen“. Mit dem franziskanischen Tau (T) auf den Wegweisern markiert, verläuft er mit geringen Höhenunterschieden auf gut begehbaren Wegen. Das Besondere: Junge Bildhauerinnen und Bildhauer haben sich Gedanken zu Franziskus und den einzelnen Strophen seines Sonnengesanges gemacht und mit ihren Werken ihren Ideen und Gefühlen Profil und Gestalt gegeben.

Mein Tipp: Im Rahmen eines individuellen „Franziskustages“ lassen sich die beiden spirituellen Orte bestens miteinander verknüpfen.

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